Verabschiedung Ruedi Altherr
Im Sommer 2007 trat ich meine Stelle als Lehrperson fürs Grundlagenfach Informatik im 1. bis 3. Gym an. Der Lehrplan zeichnete Unterrichtsinhalte vor. So wurde zu Beginn des 1. Gym das Zehnfinger Tastaturschreiben auf der Computertastatur unterrichtet. Ziel war es, dieses blind zu beherrschen. Da viele SuS mit «Vorkenntnissen» zu uns kamen, war es oft schwierig, bereits eingeschliffene Fehler zu eliminieren. Ein sanfter Druck war dann meist nur temporär wirksam. Ausserhalb der Lektionen fielen die meisten ins angewohnte Raster zurück. Mit viel mehr Begeisterung starteten die Jugendlichen in diesem Fach dann ins 2. Semester bzw. das 2. oder 3. Gym. Hier ging es um praktische Arbeit am Computer. Es war die Zeit, als an vielen Schulen die ECDL-Ausbildung angeboten wurde – so auch in Gymnasium St. Antonius, Appenzell. ECDL – European Computer Driving License bot online-Trainings an, um Microsoft Office Programme thematisch und strukturiert zu erlernen und mit einem Diplom abzuschliessen. Mit Genugtuung stellte ich fest, dass hier die Motivation der SuS gross und die Freude über ein bestandenes Modul jeweils deutlich sichtbar waren. Im 2. Sem. des 3. Gym wurden Grundlagen der Informationstechnologie und zum Internet unterrichtet. Damit war der obligatorische Teil der Informatik beendet. Für Interessierte wurde dann im 5. und 6. Gym ein Ergänzungsfach angeboten. Früh schon, als noch eine alte Version der Homepage online war, pflegte und aktualisierte ich diese. Dass ich als Hobby-Fotograf die Personen-Portraits und Bilder von diversen Schulanlässen gleich selbst beschaffte, lag nahe. Das Amt des «Hof-Fotografen» blieb mir auch über die Zeit nach der Pensionierung. Ende 2025 trat ich auch von dieser Aufgabe zurück. Langweilig wird es mir nicht. Das Fotografieren und gelegentlich auch das Filmen faszinieren mich weiterhin. Ich definiere mir einfach meine eigenen Projekte. IT-Aufgaben im Sinne von Installationen oder der Behebung von Computer-Problemen und die Lehrtätigkeit im Bereich der Erwachsenenbildung beschäftigen mich immer mal wieder. Eine Zeit kommt – eine Zeit geht, das nennt man den Lauf der Zeit. Wichtig ist, diesen zu geniessen und sinnvoll zu nutzen. Und Folgendes wollte ich euch noch zu bedenken geben. Denkt darüber nach, sofern ihr Zeit dafür findet: «Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.» Georg Christoph Lichtenberg
Lieber Ruedi, wir danken Dir für Deine langjährige Tätigkeit und die gute Zusammenarbeit, insbesondere auch für die zahlreichen professionellen Bilder für den Antonius! Wir wünschen Dir viel Erfolg, gute Gesundheit und Zufriedenheit für Deine Zukunft!